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20/09/2026Savoyen – zwischen Bergen, Seen und französischem Lebensgefühl
Eine Woche lang erkundete der Wander- und Freizeitverein Unterharmersbach die beeindruckende Bergwelt Savoyens. Zwischen majestätischen Gipfeln, klaren Bergseen, grünen Almen und französischem Lebensgefühl erlebten die Teilnehmer abwechslungsreiche Wanderungen, kulturelle Höhepunkte und kulinarische Besonderheiten und jede Menge gemeinsame Erlebnisse.
Tag 1: Anreise nach Albertville
Das Ziel der Anreise war Albertville, der Austragungsort der Olympischen Winterspiele von 1992. Eingebettet in eine eindrucksvolle Bergwelt, bot die Stadt den idealen Ausgangspunkt für die Erkundung und Bergwanderungen der französischen Alpen in den kommenden Tagen. Mit dem Bus ging es über Basel und entlang des Genfer Sees nach Albertville. Die Vorfreude auf die bevorstehende Wanderwoche in Savoyen war bei allen Teilnehmern groß.
Tag 2: Erste Eindrücke rund um Albertville
Nach der Ankunft stand das Kennenlernen der Umgebung auf dem Programm. Die erste Wanderung führte zum Col de Tamié. Hier boten sich beeindruckende Ausblicke auf die Bergwelt rund um Albertville, bei guter Sicht sogar bis zum Mont Blanc und zu weiteren französischen Gipfeln.
Die Erlebnisgruppe machte sich auf den Weg zum Kloster Tamié. Die Aktiv-Gruppe trainierte ihre Kondition in Form einer Abenteuerwanderung. An der Festung Tamié trafen sich schließlich beide Gruppen. Gemeinsam genossen die Wanderer den Blick über Albertville und auf den Mont Blanc.
Die historische Festung zeigte eindrucksvoll, wie Altes mit Neuem verbunden werden kann. Wo einst die militärische Nutzung im Mittelpunkt stand, befindet sich heute ein großes Freizeitangebot mit Klettergarten, Ziplines und zahlreichen weiteren Aktivitäten für Familien.
Die Erlebnisgruppe legte an diesem Tag rund 10,5 Kilometer und etwa 590 Höhenmeter zurück. Die Aktivgruppe bewältigte eine Strecke von ebenfalls
- 10,5 Kilometern mit etwa 730 Höhenmetern.

Tag 2 Fort deTamie mit Mont Blanc
Tag 3: Courchevel und die Trois Vallées
Eigentlich sollte Courchevel das große Highlight zum Abschluss der Wanderwoche werden. Aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen von rund 34 Grad in Albertville wurde der Plan jedoch kurzerhand geändert. So führte die Tour bereits am dritten Tag in das bekannte Wintersportgebiet der Trois Vallées.
Hier konnten die Teilnehmer einen Eindruck davon gewinnen, wie Skifahren im großen Stil betrieben wird und welche umfangreiche Infrastruktur dafür geschaffen wurde. Courchevel und Méribel gehören zum größten zusammenhängenden Skigebiet der Alpen und sind Wintersportlern weit über die französischen Grenzen hinaus bekannt.
Teilweise erreichten die Wanderer Höhen von über 2.300 Metern. Dadurch waren die Temperaturen deutlich angenehmer als im Tal. Gleichzeitig zeigte sich, dass die Alpen neben ihrer ursprünglichen Natur auch eine sehr moderne Seite besitzen.
Im Sommer präsentierten sich die bekannten Wintersportorte allerdings ausgesprochen ruhig. Die französischen Ferien waren bereits zu Ende, die Geschäfte und Einrichtungen geschlossen.
Die Erlebnisgruppe bewältigte an diesem Tag rund 12 Kilometer und etwa 600 Höhenmeter. Die Aktivgruppe legte 12,7 Kilometer mit 728 Höhenmetern zurück.
Tag 4: Beaufort – Bergseen, Almen und Käsekultur
Auch am vierten Tag ging es wieder hoch hinaus. Beaufort ist eine landschaftlich besonders reizvolle Region, geprägt von grünen Almen, klaren Bergseen und beeindruckenden Gipfeln. Auf zwei abwechslungsreichen Wanderungen entdeckten die beiden Gruppen die typische Berglandschaft Savoyens.
Zur gemeinsamen Rast trafen sich beide Gruppen am Feensee. Nach einer herrlichen Rast ging es bergab zum Bus.
Am Ende der Wanderungen stand eine besondere kulinarische Begegnung auf dem Programm: die Besichtigung Käserei Coopérative de Beaufortain, in der der berühmte Beaufort-Käse hergestellt wird.
Die beeindruckenden Käsekeller vermittelten einen authentischen Einblick in die traditionelle Herstellung und Lagerung dieser regionalen Spezialität. Auch der zunächst ungewohnte Geruch wurde von allen Teilnehmern gut überstanden. Anschließend durfte der Käse verkostet und natürlich auch für zu Hause gekauft werden.
Die Erlebnisgruppe legte 10,9 Kilometer mit 334 Höhenmetern zurück. Die Aktivgruppe bewältigte 11,5 Kilometer und 550 Höhenmeter.
- Hängebrücke am Stausee
- Jede Menge Beaufort Käse
Tag 5: Albertville und die Olympischen Winterspiele 1992
Am fünften Tag kam der Regen, auf den man in Deutschland seit Monaten gewartet hatte. Die Wanderpause bot daher die Gelegenheit, Albertville näher kennenzulernen – jene Stadt, die 1992 Austragungsort der Olympischen Winterspiele war.
Im Mittelpunkt stand eine Führung durch den Olympiapark und die Eishalle. Dabei tauchten die Teilnehmer in die Geschichte der Olympischen Winterspiele von 1992 ein und erhielten interessante Einblicke in die damaligen Wettkämpfe und die olympischen Sportstätten.
Nach dem Besuch der Eishalle und des Museums blieb noch ausreichend Zeit, das moderne und das historische Zentrum Albertvilles zu erkunden und zu verstehen, warum hier Olympia stattgefunden hat. Besonders beeindruckte der mittelalterlich geprägte Stadtteil Conflans mit seinen historischen Gassen und seinem besonderen Charme. So bot der Regentag eine willkommene Abwechslung zu den Wanderungen und zeigte Albertville von seiner kulturellen und geschichtlichen Seite.
Tag 6: Lac du Bourget – Wandern und Fliegen über dem See
Der sechste Tag führte die Wandergruppe zum Lac du Bourget und der Stadt Aix-les-Bains, der zweitgrößte französische Thermalkurort. Da die umliegenden Berge zunächst noch in Wolken verhüllt waren, begann der Tag mit einem gemütlichen Spaziergang am Seeufer. Eine kleine Fitnesseinlage sorgte dabei für zusätzliche Bewegung und gute Stimmung.
Im weiteren Verlauf lichteten sich die Wolken und der Bus brachte die Wanderer in höher gelegene Regionen. Die Genießer-Gruppe wanderte auf wunderbaren Wald- und Almenwegen (380 Höhenmeter und 4,5 km) zum Belvédére du Revard. Die Aktivgruppe auf einer ehemaligen Strecke einer Zahnradbahn (700 Höhenmeter und 6,5 km). Der Aufstieg wurde mit einem grandiosen Blick über den türkisblauen See belohn.
Tag 7: Lac d’Annecy – ein echtes Highlight
Bei bestem Wetter wanderten die beiden Gruppen hoch über dem See und konnten die Reise noch einmal in vollen Zügen genießen. Auf aussichtsreichen Höhenwege genoss man das alpine Flair und den Blick auf das türkisblaue Wasser des Sees.
Ziel war der Col de la Forclaz. Hier trafen sich beide Gruppen und ließen die gemeinsame Wanderwoche in besonderer Atmosphäre ausklingen.
Wer noch Lust auf einen ganz besonderen Abschluss hatte, konnte die Region bei einem Tandemflug mit dem Paraglider sogar aus der Vogelperspektive erleben. Unser Guide berichtete, dass sich hier einer der größten, möglicherweise sogar der größte Paragliding-Startplätze Europas befindet. An Hochsaisontagen sollen hier bis zu 1.000 Starts stattfinden.
Fünf mutige Wanderinnen aus unserer Gruppe wagten den Tandemflug und schwebten gemeinsam mit ihren Piloten ins Tal. Für sie war dies das absolute Highlight und der krönende Abschluss einer ohnehin erlebnisreichen Woche.
Aber auch diejenigen, die lieber festen Boden unter den Füßen behielten, kamen auf ihre Kosten. Mit großem Interesse verfolgten sie die zahlreichen Starts und beobachteten, wie sich die bunten Paraglider am Himmel tummelten. Der Blick über die Bergwelt und den See war dabei einfach überwältigend.
Besser hätte diese Wanderwoche kaum enden können.
Tag 8: Heimreise – Nach der Reise ist vor der Reise
Auch die schönste Wanderreise geht einmal zu Ende. Nach einer erlebnisreichen Woche in den französischen Alpen hieß es Abschied nehmen von Savoyen und die Heimreise antreten. Über den Genfer See und Rheinfelden brachte uns der Bus wieder wohlbehalten in die Ortenau zurück. Eine wunderschöne Wanderreise voller beeindruckender Landschaften, gemeinsamer Erlebnisse und besonderer Begegnungen ging damit zu Ende.
Ein großes DANKESCHÖN an unser Vereinsmitglied, Organisator und Reiseleiter Tomi Bruder von AKTIV ERLEBEN für die großartige Organisation und die informativen und abwechslungsreichen Tage in und um Albertville.
Sicherlich werden wir noch lange von den herrlichen Bergen, den türkisblaue Seen, den kulinarischen Genüssen und natürlich von den unvergesslichen Tandemflügen träumen und zehren.
Doch wie heißt es so schön: Nach der Reise ist vor der Reise!
Und so freuen wir uns bereits heute auf das nächste gemeinsame Abenteuer – im September des kommenden Jahres geht es an den Gardasee.






