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22/10/2026Wie wird unser Wald in einigen Jahrzehnten aussehen? Welche Baumarten werden den steigenden Temperaturen standhalten und welche verschwinden vielleicht ganz? Antworten auf diese Fragen erhielten die Teilnehmer einer Wanderung des Wander- und Freizeitvereins am 11. Oktober von Revierförster Klaus Pfundstein, der die Gruppe auf eine spannende Entdeckungstour durch den heimischen Wald mitnahm.
Schon kurz nach dem Start gab es den ersten Halt an der Baustelle des neuen Kindergartens „Kleine Wolke“. Dort erläuterte Pfundstein die Vorteile der Holzständerbauweise. Holz sei nicht nur ein nachhaltiger Baustoff, sondern sorge auch für ein angenehmes Raumklima. Damit war bereits zu Beginn deutlich geworden, welche bedeutende Rolle der Wald weit über die Erholung hinaus spielt.
Von dort führte der Weg am Fürstenberger Hof vorbei über die Rebhalde zum alten Wasserreservoir. Immer wieder blieb die Gruppe stehen, um den Ausführungen des Försters zu lauschen. Eindrucksvoll schilderte er den rasanten Temperaturanstieg der vergangenen Jahre und erklärte anhand der aktuellen Bauminventur, wie sich die Baumarten im Schwarzwald verteilen.
Ein besonders reizvoller Abschnitt führte zum Eckwaldpavillon. Dort wurden die Wanderer mit einem herrlichen Blick über das Harmersbachtal belohnt. Direkt daneben beeindruckte eine gewaltige Eiche, die zu den mächtigsten Bäumen der Umgebung zählt.
Nachdenklich wurden viele Teilnehmer an einer Lichtung, die durch einen Sturm entstanden war. Hier zeigte sich jedoch auch die erstaunliche Kraft der Natur. Ohne menschliches Zutun wächst bereits eine neue Waldgeneration heran. Statt eintöniger Monokulturen entwickeln sich verschiedene heimische Baumarten nebeneinander. Pfundstein erklärte, dass die Forstwirtschaft heute zunehmend auf natürliche Prozesse setzt und nur gezielt eingreift, um stabile und vielfältige Mischwälder zu fördern.
Besonders anschaulich wurden die Folgen des Klimawandels dort, wo der Wald deutliche Narben trägt. Große Kahlflächen zeugen vom massiven Borkenkäferbefall der vergangenen Jahre. Hinzu kommen zahlreiche abgestorbene Bäume, die der Trockenheit des letzten Sommers nicht mehr standhalten konnten. Was sonst oft nur in Statistiken und Nachrichten zu lesen ist, wurde hier unmittelbar sichtbar.
Doch der Wald ist nicht nur Lebensraum und Klimaschützer. Bei einem weiteren Stopp sprach der Förster auch über seine wirtschaftliche Bedeutung und die Wertschöpfung, die durch die nachhaltige Nutzung des Rohstoffs Holz in der Region entsteht.
- Hier entsteht neuer Wald
- Blick zum Brandenkopf
- Baumschäden im Eckwald
Als sich schließlich dunkle Wolken am Himmel zusammenzogen, machte sich die Gruppe auf den Weg zur Kuhhornkopfhütte. Dort warteten bereits die Mitglieder des Hüttenteams mit Getränken, Kuchen und herzhaften Speisen. In gemütlicher Runde wurden die vielen Eindrücke und Informationen noch lange diskutiert.
Nachdem sich der Himmel wieder aufgehellt hatte, traten die Wanderer den Rückweg ins Tal an. Sie nahmen nicht nur schöne Ausblicke und gemeinsame Erlebnisse mit nach Hause, sondern auch ein besseres Verständnis für die Herausforderungen, vor denen der Wald im Zeitalter des Klimawandels steht.







